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In Erinnerung an Dean Potter

„Dean-Potter“ von Filmfest St. Anton – http://filmfeststanton.twoday.net/stories/5987301/. CC BY 3.0 über Wikimedia Commons

Dean Potter starb am 16. Mai 2015 durch einen Unfall bei einem Base Jump im Yosemite Park. Die Meldung, die ich heute entdeckte hat mich traurig gemacht. Gleichzeitig musste ich aber sofort an die unglaublich Aktionen denken, die ich in Videos gesehen und über die ich gelesen habe. Sie waren unglaublich faszinierend und inspirierend, denn in seinen gewagten Free Solo Begehungen, Base Jumps oder Highlines, zeigte Dean Potter eine Lebenseinstellung von unglaublicher Intensität.

Obwohl ich nicht viel über ihn weiss und gerade erst die wichtigsten Dinge lese und sehe, möchte ich Dean Potter ehren indem ich ein paar Videos und Aktionen von ihm vorstelle, die mich fasziniert haben.

Erster Eindruck

Auf Dean Potter wurde ich zum ersten Mal durch den Film „Am Limit“ über die Huber Brüder aufmerksam. Obwohl er da nur kurz im Film zu sehen ist, faszinierte mich sein Auftritt. Die Hubers standen auf dem Gipfel des El Capitan und plötzlich kam Dean Potter zu Besuch. Er stieg entspannt aus einem riesigen und tiefen Riss aus, den er zuvor hochgeklettert sein musste. Free Solo, das war sehr cool und machte mich neugierig mehr über die Person zu erfahren.

Free Solo

Im ungesicherten Alleingang hat Dean Potter viele Routen im Yosemite Valley oder auch in Patagonien bezwungen. Sein Durchstieg von Seperate Reality 5.12 ist sicher nicht seine berühmteste Free-Solo-Begehung, aber mir gefällt das Video und die Musik.

Highlines

Unglaublich schön „Moonwalk“, das Video einer Highline im Cathedral Park vor einem riesigen aufgehenden Vollmond.

Moonwalk from Reel Water Productions on Vimeo.

Am meisten hat Dean Potters Free Solo-Highline am Taft Point beeindruckt, deren Begehung in einem Dokumentarfilm über Dean Potter ausführlich geschildert wird. Leider fällt mir der Name gerade nicht ein, bei Youtube findet man es unter „Dean Potter Documentary“ in schlechter Qualität.

Free Base

Free Base ist die Mischung von Free Solo-Klettern und Base Jumping. Dean Potter hat sie sich ausgedacht. Im Artikel „Life at the Edge of Realization“ im Rock & Ice Magazine beschreibt Dean Potter wie er dazu gekommen ist und wie er so die Route Alien Roof am Rostrum (Yosemite Valley) geklettert ist.
In diesem kurzen Video kann man einen Eindruck davon gewinnen:

Base Jumping

Als Kletterer und vor allem als Free-Solo-Kletterer hatte Dean Potter immer Angst vor dem Loslassen und Fallen. Doch gleichzeitig übte dies seit frühester Kindheit auch eine große Faszination auf ihn aus. Irgendwann, nämlich nach einer Besteigung des Cerro Torre, bei der er sich beim Abstieg verletzte,  zog er Base Jumping als sicherere Abstiegsmethode in Erwägung. Nach dem Fallschirmsprung-unterricht kam Base-Jumping und irgendwann dann Base-Jumping mit seinem Hund Wisper:

When Dogs Fly: World’s First Wingsuit BASE Jumping Dog from Dean S. Potter on Vimeo.

Rest in Peace, Dean Potter.

Video: Road to Free Rider

Dieses Video hat mir so gut gefallen, dass ich schnell einen kleinen Post dazu schreiben muss:

Quelle: Oliver Lyon
Quelle: Oliver Lyon

Im Video zeigt der Londoner Oli Lyon viele Eindrücke aus einem vierwöchigen Kletterurlaub im Yosemite Valley in den USA. Was mir an dem Film so gut gefällt ist, dass man viel bessere Eindrücke vom dortigen Klettern erhält als in den „Profi-Filmen“, die ich bisher gesehen habe. Man sieht Schwenks durch das Tal, Abendstimmungen, Biwaks und vieles andere. Manchmal gibt es nur Standbilder, aber das macht gar nix. Der Film ist einfach authentisch.

Inhaltlich geht es hauptsächlich um Kletterei am El Capitan. Wenn ich das richtig überflogen habe, dann zeigt der Film viel von der dreitägigen Tour durch „The Nose“. Wer mehr darüber lesen möchte, der findet auf der Seite von Oli Lyon einen ausführlichen Bericht dazu.

In jedem Fall ist es ein super Film (vielen Dank an Klettern 2.0 für den Tipp) und deswegen stelle ich den hier rein.

(Quelle: Oliver Lyon)