Schlagwort-Archiv: Klettern

Zimmerbergwände, Pegnitztal

Das Pegnitztal und die umliegenden Hügel sind voll lohnender Kletterziele. In meinem Kletterführer sind einige  der dortigen Felsen zur Erkundung markiert. An diesem Samstag waren die Zimmerbergwände dran. Weil mir die Routen gut gefallen haben und weil es noch so viele interessante gibt, war ich nicht zum letzten Mal hier.

Die Zimmerbergwände erreicht man am besten vom Ort Engenthal im Pegnitztal aus. Gleich am Ortseingang an der Brücke biegt man rechts ab uns fährt etwa 1,6 km in den Wald. Dann zweigt rechts ein Waldweg ab neben dem sich nach 20m der Parkplatz befindet, auf der linken Seite sieht man schon die Wände.

Uns zog es zuerst an die ganz nördlich gelegenen Wände. Dazu ging es auf einem kleinen Trampelpfad ca. 150m links um den Berg. Diese Seite liegt sehr schattig da , aber es hat hier auch die leichteren Routen. Dagegen liegen die 2 anderen Sektoren  mehr in nordwestlicher Richtung und aufgrund der ausgedünnten Bewaldung ist es hier wesentlich heller.

Trotz des Laubdachs machte das Klettern in Sektor 1 viel Spaß. Mich lockten die vielen gut gesicherten Routen im 6. und 7. Grad . Natürlich waren es zu viele für einen Tag.
Wir haben mit  ein paar abwechslungsreichen 5ern angefangen und uns dann den schwereren Routen gewidmet. Gut gefallen haben mir hier die Routen „Armin Weich Gedenk-Weg“ (5) und „Gemeinsam „(6+).  Mit dem Abschluss der „Freundschaft“ (7-) werd ich mich nochmal auseinandersetzen.
Zum Abschluss war ich noch kurz an den westlicheren Sektoren 2+3, denn hier war es sonnig. Im imposanten linken Teil ging es den abwechslungsreichen „Hersbrucker Weg“ (7) hinauf. Etwas k.o. hab ich oben erstmal die Aussicht genoßen und fotografiert, bevor es danach wieder nach Hause ging.

Was gibt es noch zu sagen? Den Fels fand ich insgesamt gut und meist schön löchrig. Mitten im Konrad Oed Ged.-Weg schaute mir ein Siebenschläfer entspannt aus einem der Löcher beim Klettern zu.

Weil es hier noch viele 6er und 7er-Routen zu entdecken bzw. durchzusteigen gilt, bin ich wie schon gesagt, sicher nicht zum letzten Mal dort gewesen.

Kletterliste
Route ohne Namen, 5+
Konrad Oed Ged.-Weg, 5
Armin Weich Ged.-Weg, 5 (abwechslungsreich, schöne Schuppe vor dem Wulst)
Sachsenpfeiler, 6+ (am Anfang schwer)
Höhlenrisse, 5+ (schöner Riss)
Gemeinsam, 6+ (lecker)
Freundschaft, 7- (am Ende schwer, nochmal ran)
Hersbrucker Weg, 7 (wirklich schwerer Anfang)

Birkenreuther Wand – Nördliches Frankenjura

Am Sonntag ging es zum Klettern an die Birkenreuther Wand im nördlichen Frankenjura. Bei meinem zweiten Außeneinsatz in diesem Jahr war das Wetter kein Problem. Dafür wurde es in einigen der schönen Routen ziemlich moosig.

Moosig

Bei Ankunft an der Wand fielen uns zuerst die vielen moosigen Stellen auf. Das ist kein gutes Zeichen für’s Klettern, denn wo Moos ist, da ist meist auch Feuchtigkeit. Hier war es so, dass die meisten Routen , die wir geklettert sind, trotz Moos überwiegend trocken waren.  Nur in einer Route hatten wir aufgrund der Feuchtigkeit Schwierigkeiten bis nach oben zu gelangen.
Nicht unerwähnt möchte ich lassen, dass es einige leichtere Route gibt, die total zugemoost sind. Hier befinden sich die Haken teilweise mitten im grünen Flechtenmeer. So was macht wahrscheinlich kaum Spaß. Im Kletterführer von Sebastian Schwertner wird der Zustand immer recht treffend beschrieben.

Klettern

  • Nach einer Aufwärmkletterrei (Gasseldorfer Weg, 5-) haben wir uns am Wohlmuthüller Weg versucht. Die Route ist im Kletterführer mit der Schwierigkeit 6+ angegeben, aber wir haben sehr schnell gemerkt, dass sie auf den Einstiegsmetern viel schwieriger ist. Wie schwierig zeigte die Recherche auf Frankenjura.com, dort ist sie mit 7+ bewertet. So bin ich am Toprope auch nur mit viel Ach und Krach über den Einstiegsboulder hinaus gekommen.
  • Nach diesem schlechten Start bin ich den leichten Streitberger Weg (5-) geklettert, der sich ca. 10 Meter an einer Kante raufzieht – nette Tour.
  • Von dort aus haben wir und den rechts gelegenen Nürnberger Weg (7) angeschaut, der sich an einem Riss etwa 13-14m hochzog. Für mich war das die schönste Route des Tages – nach einem Toprope-Versuch hab ich es auch im Vorstieg hochgeschafft. Von der Schwierigkeit her ist es, meiner Meinung nach, keine 7.
  • Boxdorfer Weg (7-): Eine kürzere Route ganz links, die ich von der Schwierigkeit  auch leichter einstufen würde.
  • Trainmeusler Weg (7-): Diese Route ist  fast so schön wie der Nürnberger Weg. Bloß die reichliche Bemoosung des letzten Meters macht den Abschluss schwierig.

Fazit: Zum Klettern würde ich hier auch ein zweites Mal hingehen. An einem heißen Sommertag stellt die schattige Wand sicher ein angenehmes Plätzchen dar. Die meisten Routen sind nicht schwieriger als 7 und viele im Bereich 5 und 6. Von daher ist die Wand auch sehr gut für Anfänger geeignet. Die Absicherung finde ich bei den meisten Routen ziemlich gut.

Lage Birkenreuther Wand

Die Birkenreuther Wand liegt außerhalb von Birkenreuth, in der Nähe von Ebermannstadt. Ganz in der Nähe fällt die Alb zum Wiesenttal hin ab. Man kann im Ort an der alten Linde parken und läuft von dort in etwa 15 Minuten zum nordseitigen, im Wald gelegenen Felsen.

 

Kletterseil waschen

So, mein Kletterseil ist nun nach 1,5 Jahren regelmäßiger Nutzung wieder ein bisschen sauberer. Hier eine kurze Beschreibung wie ich mein Seil gewaschen habe und welches Ergebnis ich erzielt habe.

Erst die Theorie, dann die Praxis

Da ich noch nie ein Seil gewaschen hatte , brauchte ich erstmal eine zuverlässige Anleitung für das Waschen. Was ich an Waschtipps gefunden und in diesem Artikel zusammengeschrieben habe, das hat mich nicht ganz überzeugt. Trotzdem musste mein Seil nun in Wäsche, denn es war einfach zu schmutzig.

Hinweis:
Allen, die ihr Kletterseil waschen wollen, empfehle ich, sich gut zu informieren und auf die Empfehlungen des Herstellers oder des DAV zu achten. Wer sein Seil auf die hier beschriebene Weise wäscht, der trägt dafür natürlich auch selbst die Verantwortung.

Vorbereitung

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Ist das Seil in Schlaufen gelegt, kann es sich nicht verheddern.

Um zu verhindern, dass sich das Seil in der Waschmaschine heillos verheddert, habe ich es zu Beginn in Schlaufen gelegt (Empfehlung von Klettern.de). Außerdem kam es zur Sicherheit in einen alten Kopfkissenbezug. Im Nachhinein würde ich das allerdings nicht mehr tun, denn innerhalb des kleinen „Sacks“ konnte sich das Seil nicht gleichmäßig in der Trommel verteilen und erzeugte eine ziemliche Unwucht.

Als Waschmittel habe ich etwas Rei in der Tube verwendet. Zuerst wollte ich das Seil eigentlich komplett ohne Waschmittel waschen, da ich gelesen habe, dass in der Waschmaschine vile Waschmittel vom vorherigen Waschgang verbleibt. Letzten Ende habe ich mich aber dagegen entschieden, weil ich das ganze einfach nicht zweimal machen wollte.

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Das Rei in der Tube habe ich genommen, da es laut Verpackung auch für synthetische Kleidung geeignet ist. Wie schon in meinem letzten Artikel geschrieben, konnte ich im Supermarkt kein „Synthetik-Waschmittel“ dass auch so gelabeled ist und bei dem mir klar war, dass es nicht schädlich ist (z.B. kein Weichsspüler enthält). Ich wollte auch kein spezielle Seilwaschmittel aus dem Internet bestellen, da ich mir das zu teuer war und zu lange gedauert hätte. Schließlich brauch ich das Seil häufiger.

Waschprogramm

Seilwäsche
Im Wollprogramm wird das Seil kalt gewaschen, nicht geschleudert.

Das Seil habe ich dann Wollprogramm gewaschen. Das bedeutet Kaltwäsche und kein Schleudern. Wie sich dann aber gegen Ende heraus gestellt hat, fing die Trommel doch an leicht zu schleudern. Um das Seil habe ich mir dabei keine Sorgen gemacht, aber um die Waschmaschine. Denn da das Seil in dem kleinen Sack steckte, hatte die Waschmaschine eine ziemlich deutliche Unwucht. Zum Glück dauerte das nicht lange.

Trocknen

Nach dem Waschen war das Seil schon relativ trocken und ich konnte das Seil direkt zum Trocken auslegen. Aufgrund von Platzmangel habe ich das Seil auf einem Wäscheständer in vielen Schlaufen ausgelegt. Um das Trocknen zu beschleunigen legte kam außerdem noch ein Handtuch unter das Seil. Das ganze ließ ich dann so einige Tage stehen.

Seil beim Trocknen
Seil beim Trocknen

Insgesamt hat es ganze 4 Tage gedauert, bis das Seil trocken war. Zwar ist es nach 2 Tagen schon äußerlich trocken, aber man merkt am Gewicht, dass noch Feuchtigkeit drin ist. Wer ungeduldig ist, dem sei gesagt: Experten weisen darauf hin, dass sich die Eigenschaften nasser Seile vermindern. Sie sind also weniger sicher! Es ist also besser zu warten, bis das Seil vollkommen trocken ist.

Was hat es gebracht?

Nachdem ich mein Kletterseil gewaschen habe, sieht es fast genauso aus wie zuvor: Es gibt immer noch die hellen Stellen an den Seilenden und die etwas dunkleren im mittleren Bereich. Kein erkennbarer optischer Unterschied.

Das frisch gewaschene Seil bei Tageslicht.
Das frisch gewaschene Seil bei Tageslicht.

Haptisch gibt es schon einen Unterschied. Nach dem Waschen ist das Seil minimal dicker geworden und runder geworden. Es fühlt sich außerdem sauberer an und riecht auch so. Als ich es nach etwa einer Woche wieder zum Indoor-Klettern dabei hatte , war es etwas schwerer durch den Tube zu ziehen. Aber das ist nur ein minimaler Unterschied. Durch das Trockenen in Schleifen war das Seil vielleicht auch ein kleines bisschen krangelig (verdreht). Mit zweimaligem Durchziehen war das aber weg.
Beobachtet habe ich außerdem, dass sich die Seilfasern durch den Waschgang wieder ein Stück zusammengezogen haben. Bei einer kleinen Fallbelastung hat es sich dementsprechend wieder ziemlich gedehnt.  

Was nun die Verschmutzung des Seils betrifft, so bin ich relativ enttäuscht. Direkt nach dem ersten Sichern hatte ich wieder einen Schmutzstreifen auf der Hand. Zwar heller, aber immer noch da. Das Waschen hat also dagegen nichts gebracht.
Interessant wäre es jetzt einen zweiten Waschgang oder eine andere Waschmethode (zum Beispiel per Hand und Seilbürste) auszuprobieren. Ehrlich gesagt fehlt mir dazu aber die Zeit und Muse. Das Seil ist insgesamt ein wenig sauberer geworden und riecht besser – das muss erstmal reichen.
Die nächste Seilwäsche wird es frühestens nach dieser Saison geben. Mal sehen ob ich dann noch etwas zu schreiben habe.

 

Wie wäscht man ein Kletterseil?

Mein Kletterseil vor dem Waschen. Es steckt viel Schmutz drin.
Mein Kletterseil vor dem Waschen. Es steckt viel Schmutz drin.

Jedes Kletterseil wird durch Gebrauch unweigerlich dreckig. Bei meinem eineinhalb Jahre alten Seil erkenne ich den Verschmutzungsgrad inzwischen problemlos an meinen Händen: Sie sind nach dem Sichern schwarz. Höchste Zeit also, um das Seil zu reinigen. Doch wie genau stelle ich das eigentlich an?

Ein modernes, aus Polyamid gefertigtes Kletterseil ist sehr robust und bietet Sicherheit vor den meisten Gefahren des Kletterns. Es widersteht einerseits hoher Belastung und ist andererseits genügend dehnbar um uns nicht zu verletzen. Einem unbeschädigten, korrekt verwendeten Seil kann im Kletteralltag eigentlich nur die Belastung über scharfe Kante hinweg gefährlich werden. Dagegen drohen viele Gefahren bei unsachgemäßer Verwendung, falscher Lagerung, oder dem Kontakt mit Chemikalien.

Aus letzterem Grund sollte man beim Waschen von Seilen besondere Vorsicht walten lassen. Da viele Waschmittel säure- oder basenhaltig sein können, besteht die Gefahr mit einem falschen Waschmittel das Kunststoffseil zu beschädigen. So habe ich das in der letzten Zeit immer wieder gelesen und gehört. Was jedoch viel schwieriger herauszufinden ist, ist wie und mit welchem Waschmittel man ein Seil nun schonend waschen kann. Dies habe ich versucht heraus zu finden.

Zuerst mal wollte ich wissen, was die Seilhersteller von offizieller Seite zum Thema Seilwaschen zu sagen haben:

Seilpflegetipps von Mammut

Angefangen habe ich mit Mammut, denn ich besitze ein Mammut-Seil. Mammut empfiehlt in seiner Seilfibel das Waschen per Hand in lauwarmen Wasser oder in der Waschmaschine im Programm für Wolle. Als Waschmittel wird ein Synthetik-Waschmittel empfohlen. Außerdem sollte man unbedingt auf das Schleudern des Seils verzichten und es danach an einem kühlen, dunklen Ort zum Trocknen auslegen.

Mammuts Pflegetipps hörten sich für mich sehr easy an, bis ich im Supermarkt vor dem Regal mit den Waschmitteln stand. Ich konnte dort kein explizites „Synthetik-Waschmittel“ finden. Das hab ich mir wohl zu einfach ausgemalt. Es gibt jede Menge Waschmittel mit denen man auch synthetische Klamotten waschen kann, aber woran erkenne ich jetzt genau was ein Synthetikwaschmittel ist?

Edelrid & Seilwaschen

Auch Edelrid  empfiehlt Handwäsche (am schonendsten) oder den Schonwaschgang für Wolle bei 30° (in Ordnung) zur Reinigung der Seile. Als Waschmittel werden „Synthetik-Waschmittel“ oder „spezielle Seilwaschmittel aus dem Fachhandel“ empfohlen. Aha. Übrigens soll man auch bei Edelrid das Seil keinesfalls zum Trockenen aufhängen.

Tendon hat ein Mittel

Bei Tendon bleibt die Frage nach dem richtigen Waschmittel nicht lange unbeantwortet. Es ist das „Sonderwaschmittel“ Tendon Rope Cleaner, welches speziell für Kletterseile entwickelt wurde. Ziemlich viel Werbung an der Stelle. Daneben bieten die Pflegetipps von Tendon aber auch viele interessante Infos zum Waschen (Temperatur maximal 40° Celsius) und zur Belastbarkeit von nassen Seilen (Seilfestigkeit bei nassen Seilen um bis zu 30% reduziert). Tendon betont übrigens besonders, dass Trocknung des Seils lange braucht.

Die 3 von mir betrachteten Hersteller erlauben unter bestimmten Voraussetzungen das Waschen von Kletterseilen mit Maschine und Waschmittel. Dabei bleibt man bei Mammut und Edelrid aber ziemlich ungenau, wenn es ums Waschmittel geht. Ein „Synthetikwaschmittel“ oder „Seilwaschmittel“ find ich ziemlich ungenau. Viel besser fände ich es, wenn sie bestimmte Waschmittel empfehlen würden. Außerdem wäre es wichtig zu wissen, welche Mittel oder Wirkstoffe nicht verwendet werden dürfen. Schaut man sich Forenbeiträge zum Seilwaschen an, dann findet man dort alle möglichen Waschtippps. Nach der Lektüre war ich nicht wirklich schlauer, wie ich vorgehen soll.

Jetzt wollte ich mir noch anschauen, was denn zum Beispiel der DAV dazu sagt:

DAV-Tipps zur Seilwäsche

Laut dem DAV ist das Maschinenwaschen der Seile nicht zu empfehlen. Man erzielt damit auf der einen Seiten nur oberflächliche Sauberkeit. Auf der anderen Seite kann ein Seil viele seiner besonderen Eigenschaften verlieren. Im Klartext: Imprägnierungen und Gleitsubstanzen werden beim Waschgang ausgewaschen. Die DAV Sicherheitsforschung empfiehlt deswegen die etwas mühsamere Reinigungsvariante: Die Reinigung dreckiger Stellen  mit lauwarmem Wasser und Bürste. Beim 70m-Seil ist der Muskelkater garantiert 😉

Wer sich übrigens fragt, welche Bürste er für die Seilreinigung verwenden kann, der sollte nach einer Seilbürste umsehen. Eine Seilbürste ist, wie ich gerade gelernt habe meist spiralförmig und umschließt das Seil von allen Seiten, sodass man sie leicht am Seil entlang bewegen kann (nehm ich mal an..).

Seile trocknen

Nach dem Waschen kommt das Trocknen. Am besten ist es wohl Seile zum Trocknen im Schatten auszulegen. Es kann 4-5 Tage dauern bis es trocken ist. Auf keinen Fall soll man das Seil in die Sonne legen, denn die UV-Strahlung ist schlecht für die Polyamidfasern. Besonders sollte man das Seil nicht in den Wäschetrockener stecken, denn die hohe Hitze macht das Seil unbrauchbar.

Wichtig: Nasse Seile zeigen verminderte Eigenschaften hinsichtlich Belastungsfähigkeit und Dehnbarkeit. Daher sollte man es möglichst vermeiden mit nassen Seilen zu klettern. Zumindest ein frisch gewaschenes Seil sollte erstmal Zeit zum vollständigen Trocknen haben!

Fazit

Wer sein Seil waschen möchte, der muss, meiner Ansicht nach, diese Fragen beantworten:

Mit oder ohne Waschmittel?
Per Hand oder in der Waschmaschine?

Die Seilwäsche mit Waschmittel und Waschmaschine ist laut den oben genannten Seilherstellern in Ordnung. Laut der DAV Sicherheitsforschung soll man Seile dagegen mit Bürste und lauwarmem Wasser reinigen. In jedem Fall ist Vorsicht bei der Wahl des Waschmittels geboten. Die Seilhersteller empfehlen ein „Synthetikwaschmittel“ zu verwenden, was es aber, nach meiner eigenen Erfahrung, erstmal zu finden gilt. Wer die Möglichkeit ausschließen möchte ein schädliches Waschmittel zu verwenden, der kann zu den Pflegeprodukten einiger Seilhersteller greifen. Oder er wäscht ohne Waschmittel. Kritisch ist die Waschtemperatur. Da die Seile wärmeempfindlich sind, sollte man sie maximal mit lauwarmem Wasser waschen! Sicher ist dagegen die Empfehlung für das Trocknen: Seile auf keinen Fall in den Wäschetrockner stecken. Stattdessen sollte man sie im Schatten auslegen und ihnen 4-5 Tage zum Trocknen Zeit geben.

Mir sind die Möglichkeiten der Seilwäsche nun einigermaßen klar. Welche Methode und welche Mittel ich verwenden werde, das werde ich in einem meiner nächsten Artikel beschreiben.

Bis dahin interessiert mich natürlich: Wie wascht ihr eure Seile?

Klettern bald olympische Sportart?

Heute morgen gab es einen Hinweis in den Nachrichten und auch die Internet-Suche legt es Nahe: Klettern könnte demnächst eine olympische Sportart werden.
Spiegel Online erwähnt Klettern als eine der Sportarten, die derzeit zur Auswahl stehen.
Ich finde die Olympischen Spiele als Sportevent heute immer
fragwürdiger, aber eines ist klar: Die Einführung von Klettern als olympischer Disziplin wäre eine riesen Anerkennung für die Sportart. Der jetzige Popularitätsschub würde sich sicher noch verstärken.