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Angeklettert: Schlaraffenland – Schmidbergwand und Rabensteiner Turm

Unser gestriges Kletterziel war das Schlaraffenland im Hirschbachtal. Bei schönstem Wetter und angenehm kühlen Temperaturen waren wir früh vor Ort in Hirschbach und machten uns auf die Suche nach den Felsen.

Das Felsmassiv zu finden war kein Problem, denn es zieht sich auf beträchtlicher Länge im Wald entlang. Mit insgesamt 6 Sektoren ist es eines der größeren Massive in der Fränkischen Schweiz. Zum Klettern hatten wir uns die Schmidbergwand und den Rabensteiner Turm vorgenommen, welche wir ziemlich dunkel gelegen vorfanden. Kein Wunder, denn die Wände liegen allesamt nordseitig und im Wald.

Schmidbergwand

An der Schmidbergwand wurde zuerst geklettert. Nach den Aufwärmrouten Hüttensteig (5-) und Brellder Fruusch (6), widmeten wir uns den 7ern. Zuerst ging es in den Jürgen Wellenkamp Gedenkweg (7-). Eine leicht überhängende Verschneidung mit einem Abschlussdach, das mich beeindruckte. Die Kletterei war nicht zu schwer, aber die Verschneidung bot mehrere, technisch herausfordernde Stellen. Danach kam man ausgepumt unters Dach und musste erstmal pausieren, bevor man sich über den Überhang schwingen konnte. Die Route hat mir gut gefallen.
Danach gingen wir noch der Stinker (7) und der Jungmannenweg (7).  Letzterer war ebenfalls eine leicht überhängende Verschneidung.  Zur technischen Schwierigkeit des Verschneidungskletterns musste man sich hier auch noch mit einem ziemlich schmerzhaften Fingerriss arrangieren. Au yeah, doch es ist eine prima Route.

Die Schmidbergwand hat mir gut gefallen. Ungleich vieler anderer Felsen, an denen ich bisher geklettert bin, begegnet man hier, wegen der vielen schweren Routen. auch richtig guten Kletterern die einen 9er machen. Das finde ich sehr inspirierend und allemal interessant zum Zuschauen.

Rabensteiner Turm

Am Nachmittag ging es noch in den benachbarten Sektor Rabensteiner Turm, denn an der Schmidbergwand war mittlerweile ziemlich viel los. Etwa 100m weiter standen wir alleine vor einem 10m langen Schuppenriss im linken Wandteil, der den Anfang von 3 Routen im siebten Grad bildete. Sieht toll aus und fühlt sich noch besser an! Von den 3 Routen wählte ich die Rosa Zeiten (7) und kämpfte mich nach den Anfangsmetern mit kleinen Löchern und Leisten sowie anspruchsvollen Fußplatzierungen nach oben. Eine super Kletterei, denn die Route forderte alle meine Fähigkeiten und Kräfte. Ich muss unbedingt nochmal herkommen, die Route durchsteigen und die anderen beiden 7er probieren.

Der Vollständigkeit halber und weil der Tag irgendwie im Zeichen von Rissen und Verschneidungen stand, sei auch der Nordriss bzw Rabensteinerriss (6) erwähnt, den wir zwischendurch geklettert sind. Die Schwierigkeit kommt hier gleich zu Beginn, wo es gilt einen hoch und schlecht erreichbaren 1. Haken zu klippen. Ein mittlerer Friend ist da nützlich.

Der Ausflug in die Hersbrucker Schweiz hat sich bisher immer gelohnt und das Schlaraffenland ist da keine Ausnahme. Beide Sektoren Schmidbergwand und Rabensteiner Turm haben wirklich Spaß gemacht und deswegen werde ich sicher wiederkommen. Vermutlich eher früher als später.